Häufige Fragen

Was ist überhaupt ein B-Plan?

Alles ist in Deutschland geregelt. Auch wie Flächen genutzt werden dürfen steht
z.B. im Flächennutzungsplan. Der allerdings zeigt nur die Nutzungsart wie Wald,
Wiese, Wohnen oder Industrie – aber nicht die notwendigen Details. Dies muss dann ein Bebauungsplan (B-Plan) regeln. 

Wenn eine bisher nicht genutzte Fläche entwickelt werden soll und die Zustimmung der Gemeinde zur Entwicklung vorliegt, kann ein B-Plan im Rahmen eines aufwendigen Genehmigungsverfahren aufgestellt werden. 

Es wird ein rechtlicher Rahmen geschaffen, der deutlich macht, was und wie gebaut werden darf. Ein B-Plan umfasst auch eine textliche Festsetzung, in der Gebäudegrößen und -höhen, Stellplatzsituationen und andere bauliche Belange festgelegt wird. Außerdem finden sich in den Festsetzungen auch weitere Themen wie mit Regenwasser umzugehen ist und Artenschutz berücksichtigt wird. 

Wer kann denn alles einen B-Plan machen?

Einen B-Plan kann am Ende nur eine Stadt oder eine Gemeinde aufstellen und beschließen. Das bedeutet, egal wer die Planung durchführt, egal welche Interessen verfolgt werden am Ende werden immer kommunalen Vertreter darüber entscheiden, was wo und wie gebaut werden kann und soll.  

Die Planungs- und Entwicklungskosten für ein Bebauungsplanverfahren sind hoch, da die Planungsdauer teilweise viele Jahre braucht und das Ergebnis ungewiss ist. Diese Kosten werden von der Gemeinde für private Bauvorhaben nicht getragen und müssen durch die Vorhabenträger (z.B. Entwicklungsunternehmen) erbracht werden. Das Planungsteam des Vorhabenträgers arbeitet dann in enger Abstimmung mit der Verwaltung die Inhalte des B-Planes aus und stellt sie dann den politischen Gremien vor. Denn ob der Planung stattgegeben wird oder nicht wird vom Gemeinderat entschieden. Da die Interessenslagen in diesem Gremium nicht immer einheitlich sind kann es zu umfangreichen Diskussionen und extra Runden kommen. Die Unternehmen als Kooperationspartner der Gemeinde übernehmen dabei die Vorfinanzierung und das Verlustrisiko.  

Wie lange dauert denn so ein B-Plan Verfahren?

Ein B-Planverfahren kann schnell durchgeführt werden. „Schnell“ heißt aber hier in 2 – 3 Jahren ist der Segen der Gemeinde und zuständigen Behörden einzuholen.  Bei komplizierten B-Plänen oder wenn sich Voraussetzungen, Ziele oder Gesetze im Laufe der Zeit geändert haben, durchaus mit bis zu 10 Jahre zu rechnen. Die Genehmigungszeiten von Großprojekte wie ein Kraftwerk oder einen Flughafen sind dann nochmal erheblich länger in Deutschland.

Es hängt also viel von den Umständen und Rahmenbedingungen ab!  

Wird irgendwas in einem B-Plan geprüft –
und falls ja, was?

Ja, in einem B-Plan wird nicht Etwas, sondern Alles geprüft. Genau dazu ist das Verfahren auch da, um herauszufinden, welche Vorschriften und Auflagen eingehalten werden müssen, damit überhaupt gebaut werden kann. Es wird unter anderem die Umweltverträglichkeit und der Schallschutz geprüft, der Verkehr und der Umgang mit dem Regenwasser untersucht.  Die Feuerwehr sagt natürlich auch etwas dazu und es wird geprüft, ob Schulen und Kitas genügend Kapazitäten haben, usw, usw, usw.

Hier in Petershagen war eine zentrale Fragen nach der Höhe der Verkehrsbelastung der anliegenden Straßen und welche zukünftigen Belastungen durch das B-Plangebiet zu erwarten sind. Es wurden daher die aktuellen Verkehrszahlen ermittelt und die Leistungsfähigkeit der Verkehrsknoten beurteilt. Die Ergebnisse wurden dann in einem Verkehrsgutachten dargestellt und bilden die Grundlage für verschiedene Festsetzungen. Erst wenn alle Nachweise erbracht und alle Auflagen erfüllt sind, kann ein B-Plan auch genehmigt werden.   

Was baut ihr denn in der alten Gärtnerei da so alles?

Geplant ist ein schöner Mix aus kleinen Mehrfamilienhäusern (auch mit Sozialwohnungen), Einfamilienhäusern und einem Seniorencampus. Dazu eine Kita, Spielplätze und ergänzende Dienstleistungen wie Friseur. Dazu viel Grün für ein lebenswertes Umfeld und Freizeitgestaltung. Ladestationen für E-Auto, E-Bikes und E-Roller sind selbstverständlich auch genügend vorgesehen.  

Wie hoch wird denn die Miete?

Das hängt natürlich von verschiedenen Faktoren, wie Bebaubarkeit, behördlichen Auflagen usw. ab.  Wir werden tolle moderne Grundrisse schaffen und voraussichtlich bei einer Miete von ab EUR 500,- monatlich nettokalt für eine 2 Raum-Wohnung liegen. Aufgrund der rasanten Entwicklungen auf dem Energie- und Materialmarkt können wir das heute natürlich nicht garantieren. Wie hoch die Inflation in 3 oder 4 Jahren sein wird, kann heute auch keiner vorhersagen.  

Wird in der alten Gärtnerei was für Senioren gemacht?

Aber ja, da ist ein integrativer Seniorencampus mit einem breiten Angebot und viel Grünflächen geplant. Die Zukunft muss anders aussehen, eben verschiedene Grundrisse und Größen in durchmischten Bauarten mit viel Grün Drumherum. Die Menschen sollen sich wohlfühlen. In räumlicher Nähe sollen natürlich auch die notwendigen Pflegeleistungen angeboten werden, angefangen von Einkaufservice über Fußpflege bis hin zur echten Pflege.  

Wo kann man sich bewerben?

Bewerben kann man sich eigentlich noch nicht, aber wir führen eine interne Liste
mit den Personen, die sich dafür interessieren. Wir melden uns dann als erste bei Ihnen, wenn es losgeht. Schreiben Sie uns doch einfach nur eine E-Mail unter
info@prexxot.de mit dem was sie interessiert. Wir kommen dann ganz automatisch auf Sie zu.   

Was ist denn mit dem Umweltschutz?

Unser Anspruch an die Bauvorhaben ist immer diese im Einklang mit Umweltschutz zu realisieren – so auch in Petershagen/Eggersdorf. Die Alte Gärtnerei ist darüber hinaus ein Sonderfall, da aus der Zeit der ehemaligen Gärtnerei umfangreiche bauliche Anlagen sowie Umweltsünden entfernt werden müssen. Trotz der neuen Bebauung fällt die Umweltbilanz sehr gut aus, da nur ganz wenig neue Fläche versiegelt werden. Der durch Düngemittel stark verseucht Boden wird abgetragen, wodurch sich die Lebensbedingen für Pflanzen und Tiere erheblich verbessern. Da uns dies nicht genügt, werden weiter gezielt Lebensräume geschaffen um gefährdete und nicht gefährdete Arten in ihrem Fortbestand zu sichern. Außerdem soll sich die Architektur mit „Animal-aided-Design“ (zu Deutsch tierunterstütztes Entwerfen) auseinandersetzen. Das heißt konkret an den Gebäuden werden gezielt Brut und Nistmöglichkeiten berücksichtigt und somit die städtische Flora und Fauna weiter unterstützt.  

Sind die Häuser ökologisch?

Ja selbstverständlich sind alle Gebäude nach ökologischen Standards geplant. Das ist auch der Grund, wieso wir z.B. auf Flachdächer setzen. Durch die Anlage von
Retentionsdächern (begrüntes Dach) kann Wasser gespeichert und das Mikroklima verbessert werden.  Zudem lässt sich durchschnittlich deutlich mehr Strom aus Photovoltaik auf einem Haus mit Flachdach als auf einem gleichgroßen Haus mit den alt­hergekommenen Giebeldächern produzieren.  Auch werden unsere Häuser aus nachhaltigen Baumaterialien hergestellt und der CO2 Abdruck wird sehr klein.

Wie ist denn der Verkehr gelöst?

Die neue Siedlung ist KFZ-Verkehrstechnisch in zwei Abschnitte geteilt. Damit wird
gewährleistet, dass kein Durchgangsverkehr entsteht, da die Siedlung verkehrsberuhigt sein soll. Daher befinden sich Stellplätze für die Mehrfamilienhäuser direkt an den Eingängen der Siedlung. Der Bauabschnitt der „Alten Gärtnerei“ wird von der Landsberger Straße erschlossen. Der Senioren Campus hinter dem Hasenweg wird von der Petershagener Chaussee aus, südlich der Quadro-Häuser, angefahren. Das Verkehrsgutachten belegt, dass die Einmündung Landsberger Str., Petershagener Chaussee und Wilhelmstraße noch nicht an seiner Leistungsgrenze ist und allein durch die
Änderung der Vorfahrt wesentlich in der Leistungsfähigkeit gesteigert werden kann. Um aber zukünftigen Problemen bezüglich weiterer Entwicklungen in Petershagen vorzugreifen ist ein Minikreisel geplant. So ist ein reibungsloser Verkehrsfluss auch in der Zukunft gewährleistet und der Fuß- und Radverkehr wird gestärkt.

Das Wohngebiet als Ganzes ist als verkehrsberuhigte Mischverkehrsanlagen geplant. Für Fahrrad und Fußgänger sind attraktive Anbindungen vorgesehen, welche direkt mit dem Grünen verbunden sind. Die Menschen sollen Spaß am Radeln und zu Fuß
gehen haben. Auch die direkte Verbindung in Richtung Petershagen und S-Bahn sind für den nichtmotorisierten Verkehr berücksichtigt.

Gibt es ein Energiekonzept?

Aber natürlich haben wir ein Energiekonzept, das ist ja gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings kann dieses Aufgrund der politischen Unsicherheit noch kein abschließendes Konzept sein. Welche Auflage und Vorgaben seitens der Regierung eventuell noch verordnet werden, werden wir sehen. Wir werden jedenfalls Lösungen mit unserem innovativen Planungsteam dafür entwickeln. Insofern setzt die Planung auf Flexibilität zur Energiegewinnung und zum Umweltschutz wie z.B. durch die geplanten Flachdächer. 

Die derzeitigen Lösungsansätze sehen eine Kombination der Nutzung von Solarer Energie und Erdwärme vor, welches bereits mit den zuständigen Ämtern besprochen. Wichtig ist uns, auf Fossile Brennstoffe zu verzichten. Durch die geplanten Maßnahmen ist sichergestellt, dass die „Alte Gärtnerei“ auch den strengen energetischen Standards von morgen gerecht wird und gleichermaßen die Umwelt schützt.  

Wieso sind denn Flachdächer geplant?

Flachdächer haben aus energetischer und umwelttechnischer Sicht erhebliche Vorteile, da sie als Retentionsdächer sowohl Regenwasser speichern können, zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen und über eine PV-Anlage maximale Stromerträge ermöglichen. Gestalterisch lassen sich zudem die Siedlungen wesentlich besser in den jeweiligen Naturraum einfügen. Gleichzeitig werden so auch wesentlich wirtschaftliche verkehrliche Erschließungen erzielt, da die Siedlungsgrundrisse nicht von der Himmelsrichtung abhängig sind. Zudem sind wir der Auffassung, dass so viel schönere Wohngebiete geschaffen werden können. Häuser mit Giebel-und Walmdächer müssen zum maximalen Stromertrag perfekt nach Südwesten ausgerichtet werden, sie müssen also sozusagen in Reih und Glied stehen. 

Mit den beschriebenen Vorteilen liefert ein Flachdach einen wichtigen Beitrag zur Energiegewinnung, zur Schonung der Ressource Wasser und zum Natur- und Umweltschutz.   

Wie groß wird dann das Baugebiet?

Ein „großes Baugebiet“ ist ein dehnbarer Begriff. Je nachdem wen man fragt und wie man es betrachtet, ist es zu groß oder zu klein. Die unterschiedlichsten Ansichten und Vorstellung „unter einen Hut“ zu bekommen, ist bei einem B-Planverfahren schon immer eine große Herausforderung gewesen.  

„Big is better“ ist der Slogan, der häufig bei einem neuen Wohngebiet zu hören ist. Wieso eigentlich? Der Grund dazu ist einfach: Je größer man baut, desto größer sind mögliche Synergien und die Wirtschaftlichkeit des Projektes steigt. So verteilen sich die Kosten für Gutachter- und Planer auf eine größere Fläche.  Da bei B-Planverfahren immer wieder auch viele zusätzlichen Ideen und Wünsche der Gemeinde mit aufgenommen werden sollen, braucht es einfach eine gewissen Größe, damit Auflagen und Wünsche, wie zum Beispiel Kita, Schule, Radweg usw., mitfinanziert werden können. 

Aktuell ist das Baugebiet in 2 Planteile gegliedert. Auf der westlichen Seite sollen Wohnhäuser mit einer recht günstigen Miete und eine Kita entstehen, welche von Einfamilien-und Doppelhäusern gesäumt werden. Auf der östlichen Seite soll ein Seniorencampus mit Parkstruktur entstehen. Im verbindenden Teil sind dazu Mietshäuser und einige Einfamilien- und Doppelhäuser vorgesehen. Gemessen an der Größe der Grundstücksfläche entstehen jedoch recht wenig Wohnhäuser, da die Bebauungsdichte nicht sehr hoch ist und Rücksicht aufs Grün genommen wurde, was aber auch gewollt ist. Lebensqualität ist uns wichtig!

Wer steckt denn hinter der Prexxot?

Es gibt drei Gesellschafter der Prexxot, Susan Horn, Michael Hahn und Andreas Schmidt. Das Unternehmen ist inhabergeführt und entstand aus dem Zusammenschluss der drei Gesellschafter vor einigen Jahren. Es ist also kein Fond und auch sonst kein Großunternehmen hintendran. Sie haben es mit „normale Menschen“ zu tun, die mit viel Herzblut und Leidenschaft seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Immobilienwirtschaft tätig sind. Hier wird bodenständig noch selbst gearbeitet.  

Für die Gemeinden ist das ein großer Vorteil, den es sitzen Ihnen keine Manager „von da oben“ gegenüber, sondern drei Menschen, die die Bedürfnisse der hiesigen Bevölkerung gut kennen – weil sie eben auch zur arbeitenden Mittelschicht gehören.